Eine Wohngemeinschaft in Krefeld  1970 - 1978.

Der zufällige Fund eines fast vergessenen, recht großen Foto-Negativordners im Sommer 2013 und dann einer verwaschenen, fast unleserlichen alten Bewohnerliste gaben den Anstoß zu dieser Webseite.

 

Im Laufe eines Jahres haben sich die meisten der tatsächlich wiedergefundenen ehemaligen Bewohner und Freunde dieser Wohngemeinschaft mit sehr vielen Beiträgen beteiligt. Das haben wir in dieser Form niemals erwartet.

 

 

 

Diese Webseite ist der Wohngemeinschaft GRENZSTRASSE in Krefeld gewidmet. 

Ihren Gründern & Bewohnern. Aber auch den Nachbarn, Freunden, Gästen und Besuchern. Und somit nicht zuletzt der Krefelder Szene in den 1970iger Jahren. 

 

Mindestens 60 nachweisbare Bewohner/innen zwischen 1970 und 1978 haben hier auf der Grenzstrasse 41 gewohnt. Im Schnitt rund acht Bewohner, die zeitgleich im Haus wohnten. Eine deutlich mehrfache Zahl an Freunden und Besuchern hatte regelmäßigen Kontakt zum Haus.

 

1974 lebte vorübergehend nur ein einziger Bewohner im Haus. Gegen Ende der WG wohnten dann sogar bis zu 15 dauerhafte Bewohner zeitgleich im Haus.

Alter: zwischen 16 und 35 Jahren. Dominierend die Gründer-Studenten der legendären Werkkunstschule Krefeld (Designer für Industrie, Grafik, Keramik, Textil ...). Die übrigen Bewohner waren eine ungewöhnliche WG–Mischung: Schüler(innen), die ihr Elternhaus früh verlassen hatten, Drogenabhängige, ein Polizist, ein Kellner, ein Friseur, Sozialarbeiter, Chemiker, eine Kindergärtnerin, eine Bibliothekarin, Haftentlassene und schliesslich Durchreisende, die zufällig als Anhalter auf Autobahnen aufgesammelt wurden: Amerikaner, Kanadier, politische Flüchtlinge aus Griechenland und einige mehr ...

Für alle eine prägende Lebensstation. Preiswertes Wohnen kombiniert mit sozialem Experiment. Dazu in einem Deutschland der politischen Umbruchzeit. Genau dieses Bewußtsein um jene Zeit und Prägung war der Impuls der meisten, ihren Beitrag zu dieser Seite anzubieten.

 

Die Webseite ist eine subjektive Verknüpfung von Bildern und Informationen einer recht bunt besetzten WG. Sicherlich bleibt diese Seite eine unvollständige Darstellung, die aber zumindest bemüht ist, relevant und wahrheitsgemäß zu dokumentieren. 

 

Das Internet hat sowohl die Recherche, den Austausch als auch die Präsentation dieser Informationen erst möglich gemacht. Eine phantastische Technologie. Ein Geschenk.

Zu unserer WG-Zeit in den 1960/70igern wurde das WorldWideWeb in den USA gerade erst entwickelt. Die Grundlagen des Computers als zentralem Bestandteil dieser neuen Kommunikation waren aber bereits spätestens im Zweiten Weltkrieg gelegt. Elektromechanische Rechenanlagen. Conrad Zuse. Ian Turing. Blechtchley Park ...

Die seit dem Zweiten Weltkrieg bestehende nachhaltige Kooperation der Amerikaner mit den Engländern im erfolgreichen Ringen um die strategisch entscheidende Dekodierung verschlüsselter militärischer Nachrichten des feindlichen Nazi-Deutschlands führten bis hin zu den heutigen erschreckenden Möglichkeiten der vollständigen Überwachung, die sich täglich perfektioniert.

 

 

Nach diesem Krieg, in dem unsere eigenen Väter gekämpft hatten, wuchsen wir In ihrem zerstörten Land und dessen unübersehbaren Trümmern als erste Nachkriegsgeneration auf. Selbst unser WG-Haus war hiervon deutlich gezeichnet

 

 

Internet war uns in dieser analogen Zeit der 1970iger noch völlig unbekannt. Wir lebten in einer analogen Welt. Schreibmaschine,Telefon, Schallplatte, Tonband/Cassettenrecorder und schwarzweiß-Röhrenfernseher mit verrauschtem Empfang über die improvisierte Dachantenne, die nach einem Sturm nachgerichtet werden mußte, waren die Medienträger der Zeit.

 

Computer wurden damals als isolierte Anlagen in Rechenzentren wahrgenommen. Der bekannteste Rechner war ab 1968 das Computersystem HAL aus Stanley Kubriks "2001 Odyssee" - eine weise Vorschau auf die drohende Entmündigung durch künstliche Intelligenz. Aber Personal Computer: damals eine unbekannte Dimension.

 

 

 

Aber zurück zu dieser Webseite. Die umfangreichen Informationen wiederum wären ohne die Mitwirkung aller Beteiligten nie zustande gekommen. Spannende und vor allem ungewöhnliche Lebensgeschichten öffnen sich. Wir hoffen auf noch viele Texte, Fotos, Audiobeiträge, Videos. Nicht nur zu den 70igern, sondern auch der Zeit bis heute: Was haben die ehemaligen Bewohner der WG Grenzstrasse bis heute erlebt? Wie war ihr Lebensweg? Wie sehen sie heute aus und was ist ihre Geschichte? 

 

Vorläufiger Höhepunkt dieser WG-Forschung war das "Grenzfest". Eine Wiedersehensfeier am Sa. 17. Mai 2014 in Krefeld, zu der sich immerhin rund sechzig (!) Bewohner und Freunde der Grenzstrasse aus ganz Deutschland (von Leer hoch im Norden über Amsterdam, Kleve und Berlin bis ins tiefste Bayern) in einem angemieteten Café zwischen der MEDIOTHEK und dem Krefelder Stadttheater trafen (im Menü unter THEMEN) zusammenkamen. Das denkwürdige Fest wurde begleitet von den besten Wünschen ehemaliger Bewohnern aus Australien, England und den USA. Eine beeindruckende Veranstaltung bis sehr tief in die Nacht und fortgesetzt am nächsten Morgen...

 

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Die Navigation dieser Webseite erfolgt über das aufklappbare Übersichtsmenü in der linken Spalte. Beziehungsweise dem separaten Menüfeld in der Ansicht für Mobilgeräte.

 

Kleine Navigationshilfe: 

- BEWOHNER & GÄSTE  enthält die chronologischen Portraits fast aller dauerhaften (mindestens ein paar Monate) Bewohner der WG der beiden Hauptwohnphasen (1970-1974 / 1975-1978) und die der Gäste/Freunde/befreundeten WGs in Krefeld. Diese Seiten sind allerdings aus rechtlichen Gründen mit einem Passwort geschützt, 

 

- FOTOSTRECKEN ist der älteste Teil der Webseite. Sie enthalten die so gefundenen Negativserien

 

- THEMEN: hier sind alle möglichen thematischen Aspekte zusammengefasst

 

Der Rest ergibt sich von selbst.

 

 

AKTUELLE INFOS zu Aktivitäten der zahlreichen Bewohner der Grenzstrasse und Aktualisierungen dieser Webseite gibt es unter dem Link NEU / Aktualisierungen.

 

Viel Spaß beim Blättern!

Conny Hortmann

Eyk Stein     

Dies ist eine private Webseite. Erstellt von ehemaligen Bewohnern, Freunden und Bekannten der Wohngemeinschaft Grenzstrasse 41 in Krefeld. Personenbezogene Informationen und Fotos sind passwortgeschützt und werden nur an ehemalige Bewohner und Freunde weitergegeben. Der Löschung ggfls. personenbezogener Daten wird umgehend entsprochen. Zum Datenschutz sind entsprechende rechtliche Hinweise auf dieser Webseite (siehe Impressum & Datenschutz) hinterlegt.