der Fotofund ...

(C) Eyk Stein
(C) Eyk Stein

Kurze Hintergrundgeschichte meines Fotonegativ-Fundes im Frühjahr 2013:

 

1972 wohnte ich im Alter von 17 Jahren erstmalig in der Wohngemeinschaft Weeserweg Ecke Forstwaldstr in der CHARLOTTENBURG. 1974/75 ein zweites Mal. Dort erhielt ich über Hans Werner "Kneppi" Kneppkes Kontakt zur WG Grenzstr. 

Im Herbst 1975 zog ich nach dem Abitur am Arndt-Gymnasium und einem anschließenden Sommertrip in meinem selbst ausgebauten VW-Bus (T2) in die Grenzstrasse 41 ein.

Meinen Zivildienst hatte ich in einem damals nicht weit von der Grenzstrasse entfernten Resozialisierungsheim für Strafentlassene abzuleisten: dem 'Max-Peltner-Haus' des Diakonischen Werkes Krefeld - das in der Villa Merländer untergebracht war. Allerdings war uns damals der Name Merländer und die tragische Vor-Geschichte des Hauses keineswegs bekannt.

 

Film und Fernsehen war mein Thema. Dahin sollte es gehen. Nach dem Dienst wollte ich an eine Filmhochschule (DFFB Berlin oder HFF München) gehen. Für die Bewerbungsarbeit plante ich eine Fotoreportage über das Resozialisierungs-Wohnheim, in dem ich Dienst leistete. Allerdings fehlte mir das Wesentliche: eine Fotokamera. 

LEICAflex von Karl Heinz Dilg (Foto Dilg), die seine Stieftochter Cordelia Dilg aus dem Nachlaß ihrer Mutter Eva Dilg als Beitrag zu dieser Webseite im Januar 2014 schenkte. Mit dieser Ausrüstung entstanden die meisten Fotos dieser Internetpräsenz ...
LEICAflex von Karl Heinz Dilg (Foto Dilg), die seine Stieftochter Cordelia Dilg aus dem Nachlaß ihrer Mutter Eva Dilg als Beitrag zu dieser Webseite im Januar 2014 schenkte. Mit dieser Ausrüstung entstanden die meisten Fotos dieser Internetpräsenz ...

Michael Toenges aus unserer WG machte mich bei Gelegenheit bekannt mit einer freundlichen Dame, die wohl kurz zuvor in unmittelbarer Nachbarschaft unseres Hauses auf der Tiergartenstrasse eingezogen war: Eva Dilg.

Sie war die Witwe von Karl Heinz Dilg, dem Eigentümer des namhaften Fotofachgeschäftes und -Labor Foto-Kino Dilg auf der Breite Str. 80 / Ecke Marktstrasse.

 

Nach eindringlich prüfendem Blick gab Eva Dilg mir die edle LEICAflex einschließlich Top-Ojektiven ihres verstorbenen Gatten und nahm mir das heilige Gelöbnis ab, die Ausrüstung sorgsamst zu behandeln und nach Projektabschluß unbeschadet zurückzugeben. Schlimmer: ich mußte ihr versprechen, die Ergebnisse persönlich vorzuzeigen.  

Meine Fotoerfahrung war für die gestellte Aufgabe eher mäßig. Was lag also näher, die ersten dokumentarischen Schritte in der eigenen WG auszuprobieren? Endlose Sequenzen versuchte ich wie mit einer Filmkamera szenisch festzuhalten. Teils deutlich außerhalb des technisch Machbaren (trotz des empfindlichen ILFORD HP5 (400 ASA), den man auch noch Richtung 800 ASA pushen konnte und den ich selbst im handgeschüttelten JOBO-Tank entwickelte...).

Einen Blitz hatte ich nicht und mochte ihn auch nicht. Unscharfe, unterbelichtete und verwackelte Bilder waren oft das Ergebnis. Neben der Filmentwicklung machte ich die Abzüge auch selbst, weshalb die Bilder zusätzliche Mängel aufweisen.

 

Endlos viele Fotos entstanden. Dennoch - da sie ein Zeitzeugnis sind - stelle ich sie hier alle gern aus und hoffe, daß ihr zumindest schmunzeln könnt  ...

 

Eyk Stein, Mai 2013

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Um die ungeordneten Negativscans nach Motiven/zusammenhängenden Themenstrecken sortieren zu können, bot sich die kostenfreie Websoftware Jimdo an. Es gab hier zunächst nur meine eigenen s/w-Fotostrecken mit kleinen erläuternden Texten, dann eine Seite mit den Bewohnern. Aus dem ungeordneten Konvolut gescannter Negative ist mittlerweile eine kleine Webseite geworden, die sich ständig verändert hat und verändern wird. Vor allem Heiko Bartels und Franz J. Koncel, dann Michael Toenges, Wolfgang Linneweber, Irene Vigener und Michael Dominicus haben viele Fotos und Informationen beigesteuert. Jetzt ist es eine Gemeinschaftsproduktion geworden. Vielen Dank und hoffentlich kommen noch viele Bilder und Infos hinzu...

 

November 2013

 

 

Hinweis zu den hier eingestellten Fotos: 

Der wahre Reiz besteht darin, Bilder in größtmöglicher Auflösung bildschirmfüllend und detailreich ansehen zu können. Das geht auf dieser Webseite erstaunlicherweise selbst mit relativ mikrigen Bildern über ein flash-Modul, das leider auf Apple-Mobilgeräten nicht greift. Die Fotostrecken sind daher hier meist doppelt / in zwei technischen Variationen vorhanden:  mit und ohne Adobe "flash".

 

Die Betrachtung erfordert das aktuellste Adobe FLASH-PlugIn. iPhones und iPads haben hier leider wegen der bekannten Adobe-Flash-Phobie von Apple das Nachsehen ...