Wohngemeinschaft Grenzstr. 41     415 Krefeld

Klingelbrett 1974/75 © Heiko Bartels
Klingelbrett 1974/75 © Heiko Bartels

Diese vorerst bewußt nicht öffentlich in Suchmaschinen katalogisierte Website entstand aus einer im Frühjahr 2013 wiederentdeckten Fotonegativsammlung, die beim Aufräumen zwischen eingestaubten Aktenordnern mit bislang nie gesichteten uralten Negativrollen in die Hände fiel. Erst nach dem Einscannen wurde klar, daß die meisten Bilder zwischen 1975 und 1978 in der Wohngemeinschaft Grenzstr. 41 in Krefeld aufgenommen wurden. 

 

Die ungeordnete Bildersammlung der Grenzstrasse wurde zunächst auf eine dropbox ins Netz geladen und an ein paar Bekannte aus der WG weitergeleitet. Kettenreaktion: Es schien allen gleich zu gehen: timeflash! Vergrabene Erinnerungen waren in Sekundenbruchteilen wieder da. Die Grenzstrassen- und Werkkunstschulenzeit in Krefeld war urplötzlich wieder hyperpräsent. Gerüche, Bilder, Szenen. Verschüttete Emotionen kamen ungesteuert hoch. 

 

 

 

Niemand von uns Spätbewohnern wußte bis dahin, wann eigentlich die WG gegründet wurde, von wem und wieviele Bewohner hier überhaupt gelebt hatten. Dann legte Conny Hortmann unvermittelt eine schwer leserliche Bewohnerliste auf, die zur Überraschung aller schon 1970 startet und bis 1976 bereits über 45 (!) Bewohner auflistet. Bausteine fügten sich zusammen.

Alle meist über das Internet Wiedergefundenen kramten in alten Kisten, legten Fotos und verstreute Informationen zusammen, schickten sie zu. Franz Josef Koncel, Wolfgang Linneweber, Michael Toenges, Heiko Bartels. 

 

Ein Ziel wurde gesteckt:

die Recherche nach den Anfängen und ehrgeizig: möglichst allen Bewohnern, Nachbarn, Gästen & Freunden und ihren Lebenswegen. Können wir sie ausfindig machen? Was werden wir erleben, womit werden wir konfrontiert? Was werden sie berichten (werden sie überhaupt berichten wollen?) Was hat die erste Nachkriegsgeneration erlebt und wer sind sie heute?

 

Es galt, heute im Jahr 2013/14 Menschen zu kontaktieren und zu verknüpfen, die zwischen 1970 und 78  in einer Schlüsselphase ihres Lebens standen und jetzt kurz vor oder sogar schon im Rentenalter stehen. Gelebte Leben versus einer Zeit, als das Leben gerade Fahrt aufzunehmen begann.

 

Zwischen 44 und 37 Jahren sind seither vergangen. Ob die gefundenen Mitbewohner ihre Geschichte erzählen werden? Beschämen wir nicht den einen oder anderen, der vielleicht nicht das erreicht hat, was er sich vorgenommen hat? Nicht glänzt neben dem einen oder anderen, der vieles und alles erreicht zu haben scheint? Oder auch: kann man wieder Kontakt zueinander haben, wo man sich damals evtl. in einer Auseinandersetzung getrennt hat, etc.? Wir haben es einfach versucht. Und erstaunlicherweise waren die meisten bereit, den Kontakt zu erwidern und uns ihren Lebensweg zu erzählen. Sogar Fotos ihres heutigen Aussehens und Umfeldes zuzusenden.

 

Der Höhepunkt dieses Web-Projektes war ein Wiedersehensfest im Mai 2014 in Krefeld.

 

Schockierend war für uns alle, dass unmittelbar nach Projektstart in kürzestem Abstand gleich zwei Gründungsmitglieder weit vor ihrer Zeit verstarben: Franz J. Concel und der "Pate der Grenzstrasse": Heiko Bartels.

 

Diese Seite will nicht vergleichen oder bewerten, sondern versuchen, Zusammenhänge zu erklären, Geschichten und Erinnerung auffrischen, Interesse zu wecken und nicht zuletzt: wieder zu Kontakten der ehemaligen Bewohnern untereinander anregen. Bislang ist das recht gut gelungen.

 

Anyway: ein spannendes, kleines Projekt. Wir schauen, wie es sich entwickelt! Es bleiben Erinnerungen und gelegentlich gepflegte Kontakte um den ganzen Erdball. Wer weiß - vieleicht gibt es ja ein gemeinsames Fest aller Kefelder Wohngemeinschaften der 70iger... Why not?

 

Sofern recherchierbar, werden die aktuellen Daten der wiedergefundenen Bewohner in grober Form abgelegt. Nicht formvollendet, aber nach bestem Willen und sehr einsichtig und nachgiebig für angetragene Korrekturwünsche. Hauptsache, die Seite lebt und bleibt wahrheitsgetreu...

Am Ende einer jeden Rubrikseite gibt es Gelegenheit, Kommentare auch direkt abzugeben. Wir freuen uns über jede hilfreiche Reaktion.

Viel Spaß beim Durchblättern.

 

Eyk Stein, Köln

Dezember 2013 

 

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Nach der Onlinestellung dieser Seite tragen immer mehr Bewohner und Freunde des Hauses Beiträge und Fotos hinzu. Die Kontakte reichen zur Zeit von den USA quer durch Deutschland über Sizilien, Korsika (?), Israel bis nach Australien. Vielen Dank.

 

November 2013

 

 

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Struktur und Inhalt dieser Webseite sind als "work in progress" angelegt. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, will nicht bewerten, sondern sammelt Bilder, Töne und Geschichten über die Bewohner dieser WG. Sie haben sehr unterschiedliche, meist erfolgreiche oder zumindest ungewöhnliche, in jedem Falle sehr individuelle Lebenslaufbahnen eingeschlagen - vielleicht ein Markenzeichen der Zeit und des Ortes.

 

Juni 2013

 

"We`re putting the Band back together."

"Forget it. No Way."

"We`re on a mission from god!!!"

 

 

> The Blues Brothers

http://de.wikipedia.org/wiki/The_Blues_Brothers

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Kommentare: 5
  • #1

    klaus schurmann (Mittwoch, 13 August 2014 01:51)

    das habt ihr klasse gemacht und ich finde es schade das ich daran nicht teilnehmen konnte. aus dem doerflichen Armidale ,australien im staat new south wales.
    klaus

  • #2

    grenzstrasse (Sonntag, 24 August 2014 19:27)

    next time!
    Cheers to Armidale.
    Eyk

  • #3

    Eva Kippe (Donnerstag, 30 Oktober 2014 06:48)

    Ich war damals nur oefters zu Gast in der Grenzstrasse,waehrend ich in Bochum studierte, war aber platt, wie gut die Zusammenstellung ist. Ist gut gemacht! Klaus ist mit mir spaeter nach Australien gegangen, wo ich heute schon lange getrennt von ihm bin, aber immer noch in Kontakt stehe. Ich lebe im tropischen Queensland und hoere durch Cristina , die auch in Barker's Vale neben Gertrud lebt hier und dann ueber Gertrud. Klaus hat mir das Link ueber eure Zusammenstellung geschickt. War interessant zu lesen und anzuschauen. Und noch etwas zur Ergaenzung; es stimmt, dass er in Armidale als Sozialarbeiter arbeitet. Mit Interesse habe ich das Leben mancher, an die ich mich erinnern kann, gelesen. Ich selbst habe jahrelang, nach dem ich als Lehrerin ein paar Jahre in Deutschland gearbeitet und in der Yorckstrasse lebte, hier in Australien ebenfalls jahrelang als Lehrerin gearbeitet, dann mit einem Inder eine Krabbenfarm aufgebaut und arbeite jetzt als Dolmetscherin. Cheers, Eva Kippe und Gruesse an alle, die noch eine Erinnerung von mir haben.

  • #4

    Eva Kippe (Donnerstag, 30 Oktober 2014 07:24)

    Hallo, hier eine schnelle Korrektur; Klaus arbeitet NICHT als Sozialarbeiter, sondern als Betreuer fuer Alte. Sorry about this. Eva

  • #5

    grenzstrasse (Donnerstag, 30 Oktober 2014 14:39)

    Danke Eva, leider hast du keine Adresse / Malikontakt hinterlassen. Mail mich an: stein@niwes.de ! Cheers!!