Freie Waldorfschule Krefeld

Freie Waldorfschule Krefeld (c) Schulleitung
Freie Waldorfschule Krefeld (c) Schulleitung

Augenscheinlich war die Nähe (keine 400m) zur Freien Waldorfschule Krefeld auf der Kaiserstrasse einer der Gründe, weshalb eine Reihe von Freundinnen, Freunden und sogar Bewohnern der Wohngemeinschaft Grenzstrasse Waldorfschüler waren. Der Schulweg vieler führte sicherlich direkt am Eckhaus der Wohngemeinschaft vorbei. Ob zu Fuß, mit dem Rad oder dem Mofa. Andererseits führten die ersten Testfahrten der Grenzstrassen-Biker nach einer der häufigen Vergaser- oder Bremsenjustagen oder gar nach einer Motorradreparatur oder -Umbau meist erstmal entlang der verkehrsarmen Tiergartenstrasse - direkt vorbei an der Waldorfschule.

Schraubers Delight: der Garten
Schraubers Delight: der Garten

Der Garten der Grenzstrasse war hoch frequentiert. Hier saßen die Bewohner Im Sommer bevorzugt. Man laß, trank Kaffee, rauchte etwas, schraubte am Auto - oder dem Motorrad. Im engen Motorradkeller (in dem man teils nur in leicht gebückter Haltung bei Funzellicht stehen konnte) konnte kaum gearbeitet werden. Außerdem war draußen das Licht besser. Also wurden die Motorräder gern nebeneinander im Garten geparkt. Dort schraubte immer jemand an seinem Bike. Am Wochenende waren es auch ganze Gruppen von Schraubern mit ihren Maschinen. Von der Tiergartenstr. war der Garten durch die ungepflegte, nicht besonders blickdichte Hecke halbwegs gut einsehbar. Nicht selten warfen die Waldorfschüler einen Blick rüber. 

 

Die Gründungsbewohner der WG kamen meist nicht aus Krefeld. Sie rekrutierten sich fast ausschließlich aus Studenten der Werkkunstschule Krefeld. Und die waren eine bunt zusammengewürfelte Truppe aus allen möglichen Städten: aus dem Emsland, Bremen, Leer, Paderborn, Stuttgart, Mönchengladbach, Duisburg, ... (Möglicherweise gab es aus der WKS heraus in den 1970iger Jahren Impulse, durch Wanderpräsentationen und Ausstellungen in verschiedenen Städten neue Studenten zu akquirieren. Günter Schreiber berichtet von solch einer Studentenpräsentation in seiner fernen Heimatstadt Paderborn. Diese Ausstellung war für ihn der Schlüsselreiz zum Studium an der WKS in Krefeld.)

Erst später tauchen vermehrt Waldorfschüler (eher -Schülerinnen) in der Grenzstrasse auf. Es gibt da verschiedene Geschichten: die Waldorfschülerin, die mal kurz ihr VeloSolex-Mofa den im Garten an ihren Motorrädern rumschraubenden Typen zu Richten ihrer Bremse vorbeibringt. Oder zwei Motorradfahrer der Grenzstrasse, die zwei recht hübsche Schülerinnen der Waldofschule frühmorgens zuhause abholen, eine kleine Spritztour machen und dann pünktlich zum Unterrichtsbeginn an der Schule absetzen. Oder das Sommer-Wochenend-Camp in den Niepkuhlen, wo die halbe Grenzstrasse bei einer Waldorfschülerin Wochenendferien macht...

Sicherlich bot der Garten reichlich Gelegenheit für einen kleinen Besuch nach der Schule. Schließlich waren hier mental verwandte Kunststudenten zu Hause, die nicht nur dem Geist von Rudolf Steiner nahe standen, ein bischen crazy waren und auch sonst äußerst praktische Fähigkeiten besaßen ...

 

bislang als ehemalige Waldorfschüler recherchierte Bewohner:

- Anath Sieff     siehe auf dieser Unterseite / Gruppe `74 - Bewohner `78

- Elisabeth Röhm     siehe auf dieser Unterseite / Gruppe `74 - Bewohner `78

- Egon Wöstemeier     siehe auf dieser Unterseite/ Gründer ´70 - Bewohner `73

 

Freunde:

- Familie Wöstemeier (eine regelrechte Steiner-Familie mit hübschen Töchtern (wenn ich mich recht erinnere)) > siehe Egon Wöstemeier

- Biddy Pastor     siehe auf dieser Unterseite / Freunde und Gäste

- Corinna ? siehe auf dieser Unterseite  / Freunde und Gäste

 

... und wahrscheinlich einige mehr ...

 

http://www.waldorfschule-krefeld.de